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Die Färöer Inseln

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Die im Deutschen auch als Schafinseln bezeichneten Färöer sind eine im Nordatlantik gelegene Inselgruppe zwischen den Ländern Island, Norwegen und Schottland, bzw. den Britischen Inseln. Mit einer einzigen Ausnahme werden sämtliche achtzehn Färöer Inseln, die alle vulkanischen Ursprungs sind, bewohnt. Die etwa 48 400 Einwohner der Inseln, die so genannten Färinger, sprechen eine eigene Sprache, die sehr eng mit dem Norwegischen und dem Isländischen verwandt ist. Erstmals besiedelt wurden die Inseln im Jahr 625 von irischen Mönchen, bevor im 9. Jahrhundert die Wikinger folgten. Obwohl die Färöer Inseln offiziell zu Dänemark gehören, empfinden sich die Färinger, die direkte Nachfahren der Wikinger sind, als eigenständiges und unabhängiges Volk. Wie die Grönländer sind auch die Färinger Angehörige einer gleichberechtigten Nation innerhalb des Königreiches Dänemark. So zählen die Färöer Inseln anders als Dänemark nicht zur EU, sondern arbeiten wirtschaftlich sehr stark mit Grönland und Island zusammen. Die Färinger leben hauptsächlich vom Fischfang und von der Schafzucht.

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Die insgesamt 1395,74 Quadratkilometer große Inselgruppe umfasst neben den 18 Hauptinseln 750 Schären und 11 Holmen. Bei einer Länge von etwa 118 Kilometern und einer Breite von 75 Kilometern bilden die Färöer Inseln die Form eines spitz zulaufenden Dreiecks. Die Küste ist an den meisten Stellen sehr stark zerklüftet, steil und verhältnismäßig hoch. Ist die Sicht klar, so kann man vom Slaettaratindur, mit 882 Metern der höchste Berg der Färöer Inseln, das gesamte Archipel überblicken. Auf den Färöern befindet sich das höchste Kliff der Erde. Das Kap Enniberg ist 754 Meter hoch und ragt senkrecht aus dem Meer heraus. Das Meer ist bei einem Urlaub auf den Färöern immer allgegenwärtig. So gibt es auf den Schafinseln keinen Ort, der über fünf Kilometer von der Küste entfernt liegt. Die Ortschaften befinden sich in der Regel in Fjorden, Buchten und natürlichen Häfen. Die Hochebenen und die Täler sind sehr sumpfig und mit Flüssen und Bächen durchzogen. Die Bäche stürzen mitunter als Wasserfälle ins Meer oder in ein Tal. Am zerklüftetsten und bergigsten sind die im Nordosten gelegenen sechs Inseln Kunoy, Kalsoy, Vidoy, Svinoy, Fugloy und Bordoy. Den Mittelpunkt der Inselgruppe bilden die Eilande Eysturoy und Streymoy. Hier befindet sich auch das größte städtische Siedlungsgebiet um Runavik. Landschaftlich besonders reizvoll sind hingegen die Ortschaften Gjogv und Eidi.

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Streymoy ist die größte der Färöer Inseln. Auf ihr leben die meisten Färinger, insbesondere auch in der Hauptstadt Torshavn. An der Westküste von Streymoy befinden sich mehrere bekannte Vogelfelsen. Der einzige Flughafen des Archipels befindet sich allerdings auf der Insel Vagar. Auf der nahezu unberührten vorgelagerten Insel Mykines befindet sich ebenfalls ein Paradies für Vögel und zugleich auch für ornithologisch interessierte Besucher. Die Insel Sandoy ist für ihre auf den Färöer Inseln recht selten anzutreffenden Sandstrände bekannt. Jedoch laden die Wassertemperaturen nicht zum Strandurlaub ein. Zu Sandoy gehören auch die kleineren Inseln Groß-Dimun und Skuvoy. Der südlichste Punkt der Färöer und zugleich die viertgrößte Insel des Archipels ist Suduroy. Die Insel verfügt über eine Westküste, die vom Land aus sehr leicht zu erreichen ist.

Auf den Färöern begegnet der Urlauber einer faszinierenden Landschaft, die rau aber sehr schön ist. So sind auf den Schafinseln Bäume nahezu unbekannt. Weit verbreitet sind hingegen Moose, Flechten, Pilze und blühende Pflanzen. Die Färöer Inseln bestehen aus Basalt und sind vulkanischen Ursprungs. Sehenswert sind insbesondere die imposanten Säulenbasalte in der Nähe von Tvoroyri und auf der Insel Mykines. Das Klima auf den Färöer Inseln ist rau und sehr wechselhaft. So steigt das Thermometer selbst im Hochsommer selten auf über 13 Celsius. Die Färöer Inseln beherbergen eine vielfältige Vogelwelt. Ein häufig anzutreffendes Säugetier ist die Kegelrobbe. In der letzten Ausgabe der Reisezeitschrift National Geographic Traveler im Jahr 2007 besetzten die Färöer Inseln in der Insel-Kategorie den ersten Platz auf der Liste der interessantesten Reiseziele der Erde.