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Grönland

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Attraktives Reiseziel für Naturfreunde, Aktivurlauber und begeisterte Wintersportler ist Grönland. Die größte Insel unseres Planeten ist größtenteils von Eismassen bedeckt. Grönlands Abstand zum Nordpol beträgt lediglich 710 Kilometer. Auf einer Fläche von über zwei Millionen Quadratkilometern beherbergt die Insel nur 57 000 Einwohner. Politisch gehört Grönland immer noch zu Dänemark, besitzt aber weitgehende Autonomie. Es wird offiziell von einer politischen und wirtschaftlichen Partnerschaft gesprochen. Ohne diese wäre Grönland aber auch heute noch nicht selbständig lebensfähig. Zu schwach sind die Grönländische Wirtschaft und der Tourismus. Das ist für die wenigen Touristen und die Natur aber ein großer Vorteil. Die Landschaft zeichnet sich durch Gebirge, Buchten und eine atemberaubende Fjordlandschaft aus. An Grönlands Küsten findet man polares bis subpolares Klima vor, im Landesinneren wird es deutlich kälter. Temperaturen von bis zu -70C sind im Winter keine Seltenheit. Berühmtestes Raubtier ist zweifellos der Eisbär, das Größte Landraubtier der Erde. Auf Grönland hat er ein sicheres Rückzugsgebiet. Weiter nördlich in der Polregion nimmt sein Bestand auf Grund der immer weiter schmelzenden Packeisbestände rapide ab. Außerdem sind um Grönland verschiedene Robben- und Walarten beheimatet. Für einen Urlaub auf Grönland werden viele Reisen angeboten, man erreicht die Insel per Flugzeug oder startet einen Ausflug mit einem Kreuzfahrtschiff.

Die ersten Einwohner Grönlands, die Inuit, kamen bereits 3000 v. Chr. in das Land, den Namen erhielt die Insel 982 n. Chr. von Wikingern, die aus Norwegen über den Nordatlantik kamen. Man nannte sie "Grünland", was auf die reiche Vegetation zurückzuführen ist. Im Süden begann die Ansiedlung der Wikinger, später kamen, über Handelswege, viele Menschen aus Kanada und Alaska in das Land. Leider verschwanden die nordischen Siedlungen wieder, bis heute kennt man die wahre Ursache nicht. Nach 1700 siedelten sich erneut Einwohner Dänemarks an und Grönland entwickelte sich zum Handelsstützpunkt. Lange bestand Dänemark auf die Vorherrschaft Grönlands, ab 1979 erlangte die Insel ihre Eigenständigkeit, gehört aber weiterhin zum dänischen Königreich.

Nuuk

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Hauptstadt und zudem größte Stadt der Insel ist Nuuk. Mit seinen rund 18 000 Einwohnern ist Nuuk eher eine Kleinstadt oder große Siedlung. Bedeutendstes Bauwerk des Ortes ist die, 1849 eingeweihte, Erlöserkirche. Das Panorama der Stadt, mit dem dahinter liegenden, 1210 Meter hohen Sermitsiaq, ist großartig. Die Fjordlandschaft ist atemberaubend und daneben ein beliebtes Fotomotiv. In Nuuk steht das Hans Egede-Denkmal. Der evangelische Pfarrer war 1721 erster Missionar Grönlands. Das Nationalmuseum erzählt mehr über die Geschichte von Nuuk und Grönland.

An der Westküste liegt die zweitgrößte Stadt, Sisimiut. Sie ist Mittelpunkt des Exports von Fischen und Meeresfrüchten, die Stadt ist wirtschaftlich sehr stark. Hier befindet sich obendrein die fortschrittlichste, europäische Fabrik für die Verarbeitung von Krabben. Die einfach gebauten Häuser geben der Stadt ihren ganz besonderen Charme. Hier besichtigt man am besten die alte Böttcherei oder das Speckhaus. In der historischen Altstadt trifft man auf die Kirche des Ortes, zugleich altertümlichste Kapelle Grönlands. Das Handwerk der Inuit ist weltbekannt und bei Besuchern des Städtchens hochgeschätzt. Viele Händler siedeln sich zum Verkauf in den Straßen an. Für Liebhaber des Wanderns ist Sisimiut ein idealer Ausgangspunkt. Auf dem Pfad des Sisimiut-Kangerlussuaq Trek wandert man 150 Kilometer, entlang einer abenteuerlichen Landschaft aus Schnee und Eis.

Natur

An der Westküste befindet sich ein bedeutungsvolles Gebiet, es wurde zum UNESCO-Naturerbe gekürt. Der Ilulissat ist ein so genannter Eisfjord und der Höhepunkt einer Grönlandreise. Er ist ganze 40 Kilometer lang, benachbart liegt der aktivste Gletscher der Welt, der Sermeq Kujalleq. In den Sommermonaten beobachtet man hier ein interessantes und zugleich spannendes Naturschauspiel, das Kalben des Gletschers. Riesige Eisberge lösen sich hierbei von der Gletscherkante und stürzen in das Meer. Ilulissat ist für seine Gäste attraktivster Mittelpunkt für Ausflüge in die faszinierende Landschaft. Aus diesem Grund haben sich Hundeschlittentouren etabliert, bei bis zu -30C entdeckt man die Umgebung dieser charmanten Stadt. In der Nähe der Stadt liegen die Disko-Insel und die Disko-Bucht, malerisch gelegen. Diese traumhafte Aussicht bekommt man mit dem Schiff oder Hubschrauber zu Gesicht.

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Ein phantastischer Ort ist das, im Süden liegende, Städtchen Narsaq. Besonders imposant sind die grünen Berge, wenn sie nicht von Schnee bedeckt sind. In der Nähe des Ortes liegt der Eisfjord mit unzähligen Eisbergen. Von hier gelangt der Besucher, auf dem so genannten Schaftrail, nach Quassiarsuk. Einst wurde hier die erste Wikingersiedlung gegründet, heute ist er eine Niederlassung für Schafzüchter. In Quassiarsuk kann man ein traditionelles Wikingerhaus besichtigen, liebevoll restauriert, gibt es viel über das damalige Leben der Menschen preis. Aus dem Jahr 1870 steht hier zudem ein klassisches Torfhaus der Inuit, im Innern sind die Decken und Wände mit Fellen behangen, um sich vor der Kälte im Winter zu schützen.

Am nördlichsten Punkt liegt der Nationalpark von Grönland. Für Abenteurer und Naturliebhaber ist es von besonderer Bedeutung, unzählige Tiere in ihrer gewohnten Umgebung zu beobachten. Unter anderem haben hier Eisbären, Moschusochsen und Karibus ihr Revier. Ein bedeutendes Phänomen in Grönland ist die Mitternachtssonne. Im Sommer ist es, je nach Standort, bis zu fünf Monate ununterbrochen hell, im Winter dagegen nur dunkel. Ein besonderes Highlight ist das Nordlicht. Im Herbst funkelt nachts ein grün schimmerndes Licht am Himmel und versetzt jeden Gast in Verwunderung. Das atemberaubende Schauspiel ist einzigartig und ein echtes Naturerlebnis.