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Das Nordkap

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In der Mitte des 16. Jahrhunderts machten sich drei englische Schiffe auf, um eine neue Route nach China zu finden. Durch ein Unwetter wurden sie voneinander getrennt und nur das Schiff von Kapitän Richard Chancellor erreichte im Norden Skandinaviens scheinbar Festland. Der Kapitän nahm an, dass es sich um das nördlichste Stück Norwegens handelte und gab dem Ort kurzerhand den Namen „Nordkap“. Was Chancellor jedoch nicht wusste, ist die Tatsache, dass es sich bei dem Stück Land, auf dem er gestrandet war, um eine Insel und nicht etwa um das norwegische Festland handelte.

Im Laufe der Jahre wurde das Nordkap vor allem bei Touristen auf Norwegen-Kreuzfahrt immer beliebter und es entstand die Tradition, an diesem nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes Champagner auszuschenken. Besonders eindrucksvoll ist die Mitternachtssonne, die hier im Sommer für über zwei Monate im Jahr zu sehen ist. Mindestens genauso lang ist der Nordkap im Winter aber auch in komplette Dunkelheit gehüllt.

Besonders interessant für Touristen ist das Besucherzentrum des Nordkaps, die Nordkaphalle. Hier wird gezeigt, wie das Leben in so weit nördlich gelegenen Gefilden aussieht. Im Keller des Zentrums befindet sich sogar ein kleines Kino, in dem den Besuchern atemberaubende Bilder über den hohen Norden gezeigt werden. Auch die Skulptur „Kinder der Erde“ ist auf jeden Fall sehenswert. Sie wurde im Jahr 1989 von sieben Kindern aus verschiedenen Ländern der Welt geschaffen und soll den Betrachter an die Wichtigkeit von Freundschaft, Mut und Zusammenhalt erinnern. Direkt am Nordkap gibt es auch ein kleines Restaurant mit integriertem Café, wo die Besucher kurz den eisigen Winden der Barentssee entfliehen können.